Tipps für die Bewerbung

Die Bewerbung ist das A und O der eigenen Karriere. Die Optik und das Bild des Bewerbers entscheiden im ersten Punkt über die weitere Sichtung oder die P-Ablage (Papierkorb). So entscheidet vor allem im ersten Blickwinkel der das Bild des Bewerbers, eine subjektive Bestandsaufnahme, die sich in keiner Bewerbung vermeiden lässt. Wirkt die Person sympathisch und das Bild professionell, stehen die Chancen gut, dass die Bewerbung weitergehend geprüft wird. Ist das Bild hingegen jedoch billig gedruckt, landet meistens auch die Bewerbung in der P-Ablage.

Neben den optischen Blickpunkten ist das Anschreiben, das Initial einer jeden Bewerbung. Wir erleben dabei immer wieder, dass dieses einfach für jede neue Bewerbung nur hinsichtlich der Adresse geändert wird. Das ist falsch. Aus dem Anschreiben sollte schon im Vorfeld die eigene Motivation zur Bewerbung entnehmbar sein und die Persönlichkeit des Bewerbers. Einzelne Textbausteine können dann übernommen werden, nie aber ganze Schreiben.

Bewerbung – Anschreiben ist mehr als ein Vordruck

Ein individuelles Anschreiben, das gezielt auf den Arbeitgeber und dessen Unternehmen ausgerichtet ist, wird jedoch immer empfohlen. Hervorgehoben sollten dabei die eigenen Leistungen, Erfolge und Erfahrungen, die sich so wieder direkt und indirekt auf die gewünschte Stelle einbringen lassen. Soziale Kompetenzen sind dabei wichtig, politische Ansichten haben dabei aber nichts zu suchen. Achten Sie bei der Formulierung auf klischeefreie aussagen. Wer schreibt „Ich bin team- und konfliktfähig …“ wird die Personaler vermutlich nur langweiligen. Es muss schon aus dem Anschreiben ersichtbar sein, das sich der Bewerber Mühe gegeben hat und sein Schreiben nicht als Massenpost gestaltet, sondern individuell versieht. Wer das schafft, weckt Neugierde und hat bereits einen ersten Pluspunkt erzielt. Interessante, weitere Tipps zum richtigen Schreiben finden sich auch auf dem Blog von VEXCASH. Dort sind zum Beispiel interessante Ansätze für eine Initiativbewerbung zu finden.

Unverzichtbare Angaben in der Bewerbung

Im Anschreiben ist die Briefform besonders wichtig. Diese sollte eingehalten werden. Das gilt sowohl in der Ansprache, als auch in den einzelnen Abständen. Wichtig sind die unverzichtbaren Angaben. Dazu zählen Adresse, Email und Telefonnummer, die in der Kopfzeile erscheinen müssen.

Linksbündig wird der Adressat, also der Empfänger der Bewerbung vermerkt. Falsch wäre es, einfach „An die Personalabteilung“ zu schreiben. Solche Bewerbungen landen ebenfalls gerne in der P-Ablage. Erkundigen sich vorab fernmündlich, wer für die Bewerbungen zuständig ist. Es macht Sinn, vor einer Bewerbung die Personalabteilung anzurufen.

Die Betreffzeile muss ebenfalls enthalten sein, hier sollte zum Beispiel die Stellenausschreibung von (Datum) erwähnt werden.

Als Abschluss beim Anschreiben erfolgt die Unterschrift, darunter das Anlagenverzeichnis in genauer Ausführung.

Bewerbung – Der Lebenslauf

Viele Punkte hierzu haben wir bereits in unserem Artikel für die erfolgreiche Bewerbung verfasst. Daher geht es uns heute darum, gezielte Punkte anzusprechen, mit denen die individuellen Chancen bei einer Bewerbung erhöht werden können. Im Grunde sind die meisten Lebensläufe der Bewerber identisch. Für den Personaler ist das Lesen daher langweilig. Langeweile bedeutet schneller eine Ablage in dem P-Korb.

Vielfach ist der Lebenslauf für die Bewerbung wie ein Marketing gezielt geplant. Am Ende aber einfach unpersönlich. Es fehlt der Charakter. Doch genau der kann ausschlaggebend bei einer Bewerbung sein.

Danke nach dem Bewerbungsgespräch

Bewerber sollten sich als ein Produkt verstehen, das Best möglichst in einem Bewerbungsgespräch verkauft werden soll. Dabei wird eine gute Möglichkeit oft ausgelassen. Die Zeit nach dem Bewerbungsgespräch! Es geht darum, immer in Erinnerung zu bleiben. Wer sich zum Beispiel nach dem Bewerbungsgespräch noch einmal schriftlich bedankt, kann Extrapunkte sammeln. Nach Erfahrungen bedanken sich von 20 Bewerbern gerade einmal einer. Die anderen nutzen das Potenzial nicht.
Ein einfaches kurzes Dankeschreiben (Dankeschön, nettes, informatives Gespräch, das klarmachte, das der Job sehr gut zu ihrem Wunsch passt) kann die Chancen auf die Stelle deutlich erhöhen. Aus dem Lebenslauf muss eine gewisse Empathie zu entnehmen sein.

Das Foto bei der Bewerbung

Das Bewerbungsfoto ist ein wichtiger Punkt in jeder Bewerbung. Hier entscheidet sich, ob die Unterlagen weiter gelesen werden oder zurück an den Absender gehen. Gefällt das Foto nicht oder ist die abgebildete Person unsympathisch, hat der Bewerber schon praktisch keine Chance mehr. Lächeln ist auf dem Porträt Foto, das bei einem guten Fotografen gemacht werden sollte, sehr wichtig. Die Größe kann hier zwischen 6 x4 bis 9 x 6 cm variieren. Es soll sich dabei nur um ein Porträt handeln, bitte kein Ganzkörperfoto für die Bewerbung verwenden. Wer es direkt mitdruckt, sollte immer die höchste Auflösung verwenden und entsprechendes Papier.
Nicht so fotogen?
Wer nicht so fotogen wirkt, kann auch auf ein s/w Bild zurückgreifen. Das kann unter Umständen eleganter wirken und einige Punkte retuschieren.

Facebook und Soziale Netzwerke im Fokus

Für viele Unternehmen ist es heute nicht nur interessant, was in der Bewerbung steht, sondern auch, wie sich die Bewerber im normalen Leben verhalten. Daher führen viele Unternehmen eine gezielte Recherche bei in Frage kommenden Bewerbern durch. So werden der Name, die E-Mail und die Telefonnummer über Google und Co. geprüft. Ein besonderer Fokus fällt dabei auf die Einträge in den Sozialen Netzwerken. Für viele Arbeitgeber ist hier besonders die Freundesliste der Bewerber interessant. Wer mehr als 15 Freunde hat, kann über gewisse Analysen, leicht in seinem Verhalten beurteilt werden. Auch die vermerkten, eigenen Posts werden heute genau unter die Lupe genommen. Entweder direkt von der Personalabteilung oder von externen Dienstleistern.

Wir raten dazu, vor der Bewerbung, fragwürdige Posts (Politische Meinungen, Bild und Posts zu/mit Alkohol, freizügiges) zu löschen. Gleichzeitig sollte die Freundesliste nicht öffentlich einsehbar sein. Prüfen Sie auch, was unter ihrem Namen bei Google erscheint. Generell raten wir davon ab, persönliches auf Sozialen Netzwerken zu posten. Dazu gehören Lebensaktivitäten und Bilder. Wer das unbedingt dort veröffentlichen möchte, sollte das für ein gezieltes Marketing nutzen oder die Posts nur der eigenen Freundesliste zur Verfügung stellen.