Arbeitsplatz

Was passiert beim Ausbildungsabbruch?

Nicht selten kommt es in deutschen Firmen zu einem Ausbildungsabbruch.- Doch was passiert dabei und wie ließe sich dieser verhindern. Immer mehr Jugendliche haben Schwierigkeiten, den passenden Ausbildungsplatz zu finden. Die Ursachen für einen Ausbildungsabbruch sind vielfältig. Ein Teil der Auszubildenden ist mit der Ausbildung unzufrieden. Branchenübergreifend liegt die Quote beim Ausbildungsabbruch bei 24 – 25 Prozent. In 30 Prozent aller Fälle geht die Initiative zu einem Abbruch vom Auszubildenden selbst aus. In 20 Prozent aller Fälle, erfolgt der Abbruch in gegenseitigem Einvernehmen. In 50 Prozent der restlichen Fälle erfolgt der Ausbildungsabbruch direkt durch den Betrieb.

Ausbildungsabbruch und die Gründe

Die Gründe für den Ausbildungsabbruch sind unterschiedlich. In 12 Prozent der Fälle schließt der Betrieb oder geht in die Insolvenz. In etwa 70 Prozent kommt es zu betrieblichen Konflikten mit den Ausbildern oder der Geschäftsführung. Wenn ein Betrieb den Ausbildungsabbruch durchführt, liegen oft ganz bestimmte Gründe vor.

Ausbildungsabbruch durch Firma

Bei diesem Abbruch fehlt häufig die Chemie zwischen den Beteiligten. Vielfach kommt es dann noch zu einem Ausbildungsabbruch in der Probezeit. In einigen Fällen wird aber auch erkannt, dass die Auszubildenden mit falschen Vorstellungen herangegangen sind.

Betriebswechsel bei dem Ausbildungsabbruch

Allerdings führen viele einen Ausbildungsabbruch nur durch, um den Betrieb wechseln zu können. Die Mehrheit der Abbrüche erfolgt bereits im ersten Ausbildungsjahr. Doch nicht immer scheiden die Auszubildenden damit auch aus der Ausbildung aus. Fast 60 Prozent der Abbrecher, bleiben auch nach einem Ausbildungsabbruch in ihrem Ausbildungsberuf. Ein Abbruch muss damit nicht das Ende Karriere sein, sondern kann oftmals ebenfalls ein erfolgreicher Zweitanfang darstellen.

Unzufrieden mit der Berufswahl hingegen sind fast 46 Prozent. Hier spielen meistens persönliche Gründe wichtige Faktoren, wenn es zu einem Ausbildungsabbruch kommt. Aber ebenso die interne Vermittlung von Ausbildungsinhalten wird von vielen als mangelhaft empfunden. Ein weiterer Grund liegt in den ungünstigen Arbeitszeiten. Im Grunde war fast jeder dritte Ausbildungsabbrecher mit seiner Berufswahl unzufrieden.

Letzter Ausweg: Kündigung

Ausbildungsabbruch oder Augen zu und durch? In vielen Fällen ist die Kündigung der beste Ausweg. Können die Probleme nicht gelöst werden, bleibt nur diese Option, um den Schaden möglichst gering zu halten. Dennoch gilt zuvor: Probleme sollten versucht werden, gemeinsam in einem Gespräch gelöst zu werden. Manchmal kann ein 4-Augen-Gespräch bereits Wunder bewirken und einen Ausbildungsabbruch verhindern.

Motivation kann fehlen

In vielen Fällen fehlt aber auch die Motivation. Arbeitgeber müssen dann ein Anreizsystem schaffen, um Auszubildende für das Unternehmen zu interessieren und langfristig an die Firma zu binden.

Bildquellenangabe: U.Weinreich / pixelio.de

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