Warum Startups scheitern II

Schon häufig haben wir uns mit dem Thema auf Page-Office beschäftigt. Immerhin verschwindet jedes 3. Unternehmen bereits nach ungefähr 3 Jahren vom Markt. Die Situation bei Startups ist stets die Gleiche. Am Anfang ist die Euphorie groß. Ist erst einmal die Finanzierung unter Dach und Fach, kommt zunächst die Glücksphase. Dass irgendetwas vielleicht nicht stimmen könnte oder sich in die falsche Richtung entwickelt, wird viel zu häufig erst zu spät wahrgenommen. Meistens dann, wenn keine Zeit mehr für eine Rückkehr besteht. Unweigerlich passiert dann, was über 34 Prozent alle Startups droht. Das Ende, das sich meistens in eine Insolvenz zieht. Viele Gründer verlassen sich so sehr auf das eigens erstellte Konzept und das Fachwissen, das ihnen schnell der Blick von Außen fehlt. So sehen Gründer von Startups die Entwicklung, das Produkt oder die Dienstleistung stets in einer rosaroten Brille. Es fällt schwer den Blick vom Kunden oder einer Dritten-Person zu generieren. Dieses Problem kennen die meisten Selbstständigen und auch großen Konzerne. Es ist eine reguläre Begebenheit, dass man sein Konzept und die Ausrichtung immer auch mit subjektiven Maßstäben berurteilt, wodurch ein Teil der Realität durch eigenes Ansinnen ersetzt wird. In vielen Fällen kann das tödlich sein, und das Startup mittelfristig in die Insolvenz treiben.

Von großen Konzernen lernen

Es ist kein Wunder, das große Konzerne stets Berater und Fachkundler von Außen holen, die sich das Unternehmen oder Teilbereiche ansehen und analysieren. Der Vorteil: Die Berater sind zwar nicht mit den internen Abläufen wie ein langjähriger Mitarbeiter vertraut,- doch gerade das ist der maßgebende Punkt. Die externen Berater verfügen über langjährige Kompetenz, kennen den Markt und die Abnehmer. Mit diesem Wissen können sie viel eher die einzelnen Abläufe innert des Konzerns analysieren. Mögliche Fehler oder Schwächen fallen dabei direkter ins Auge, als bei jemand der bereits mit dem Unternehmen vertraut ist.

Beratungsvorteil für Startups nutzen
Startups sollten genau das von den Großen abschauen. Bereits vor als auch nach der Gründungsphase ist ein externer Berater sinnvoll, der den Gründungsprozess begleiten kann. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte zum Artikel von Sven von Loh gehen. Für Startups ergibt sich mit einem externen Ansprechpartner der Vorteil, nicht nur einen Fachmann begleitend zu Hand zu haben, sondern zugleich auch jemanden, der mit der Investorenseite vertraut ist. Dadurch ergeben sich harmonische Übergänge. Gerade in Zeiten wo Geld so billig wie nie ist, suchen Investoren vermehrt nach Startups, um Rendite erzielen zu können. Das funktioniert jedoch nur, wenn das Konzept und der gesamte Prozess von der Idee bis zur Gründung bei den Startups nachvollziehbar sind.

Crowdfunding sinnvoll für Startups?

Damit stellt sich zugleich auch die Frage wie sinnvoll das Crowdfunding für Startups ist. In der Regel lässt sich diese Frage einfach, wenn auch nur pauschal, beantworten. Crowdfunding ist grundsätzlich für alle Startups interessant. Je nach benötigter Investitionssumme, sollte der Anbieter mit dem Vorhaben abgeglichen werden. Doch auch auf diesen Plattformen werden die Investoren zunehmend vorsichtiger. Häufig prüfen viele Betreiber der Crowd-Plattformen die Startups kaum oder gar nicht. Jeder kann also seine Idee einstellen und um Geld bitten. Aus diesem Grunde ist auch über diesen Finanzierungsweg eine externe Person, die begleitet und berät, sinnvoll um ein tragfähiges Konzept zu präsentieren, das sich mit Erfolg umsetzen lässt. Ideen bedeuten Innovationen und Zukunftsvisionen, die sich aber auch sinnvoll und erfolgreich umsetzen lassen müssen. Ohne einen externen Berater im Bunde besteht immer die Gefahr, das Startups die Übersicht verlieren oder mögliche Schwächen nicht (oder erst zu spät) wahrnehmen.

Crowdfunding – Vorsicht

Besonders häufig versuchen Startups über das Crwodfunding an Geld zu gelangen. Das ist nur zu verständlich. Die Hürden sind einfach und die Plattformen verlangen nicht viel. Praktisch kann jeder seine Idee einstellen und wird diese gut beschrieben, gibt es eine Vielzahl von Investoren, die sich mit großen und kleinen Beträgen beteiligen. Alles zeigen die letzten Jahre, das nur ein von 10 Startus, die sich über Crowdfunding kapitalisieren, Erfolg haben. Fast alle anderen scheitern oder verschwinden bereits nach 3 Jahren vom Markt. Für den Investoren ist Crowdfunding oft ein Totalverlust.

Bildquellenangabe: Petra Bork / pixelio.de