Tipps für ein erfolgreiches Praktikum

Das Praktikum wurde in den letzten Monaten in zahlreichen Medien oft verschrien. So sei es eine Art Ausbeutung der modernen Arbeitgeber, die über diesen Weg nach einer günstigen Arbeitskraft suchen. Ein oft verzehrtes Bild, das mit der Realität kaum übereinstimmt. Tatsächlich kann das Praktikum der Beginn einer Karriere sein oder der erste Schritt dorthin. Blauäugig sollte aber niemand einfach so einen Vertrag unterschrieben. Einige Tipps für ein erfolgreiches Praktikum haben wir nachfolgend einmal zusammengestellt.

Tipps für ein Praktikum mit Erfolg

Das Praktikum sollte immer passend zum späteren Berufsziel abgestimmt werden. Dann macht es später auch Sinn, dieses in den Lebenslauf aufzuführen. Ein artfremdes Praktikum regt jedoch bei einer Bewerbung eher zu Nachfragen auf. Es könnte auch zeigen, dass der berufliche Gedankengang des Bewerbers vielleicht noch nicht abgeschlossen/gefestigt ist.

Viel ist nicht das Zauberwort. Es macht heute keinen Sinn, möglichst oft ein Praktikum zu beginnen, um damit den Lebenslauf zu füllen. Sinnvoller sind eher 1 – 2 solcher Einsätze in Bereiche, die themenrelevant für die späteren Bewerbungen sind.

Praktikum bedeutet Allrounder

Oft wird es unterschätzt. Doch ein Praktikum bezieht sich nicht rein auf die fachlichen Aufgabengebiete in dem ausgewählten Bereich. Praktikanten müssen damit rechnen, auch einmal für den Kaffeedienst abgestellt zu werden, Briefe zu öffnen, etc. Dafür sollten Sie sich nicht zu schade sein. Nutzen Sie einzelne Aufgabe, um Kontakte zu knüpfen und einen Einblick in die Arbeitsbereiche zu erhalten. Kaffee kochen kann dabei oft sogar ergiebiger sein, als eine direkte Aufgabe am Schreibtisch. Es sollte hierbei nicht vergessen werden, das auch festangestellte Mitarbeiter hin und wieder diese ungeliebten Aufgaben übernehmen (müssen).

Langeweile ist ein Tabu

Natürlich kommt es auch immer wieder einmal zu Aufgaben die Langweilen. Oder Phasen, in denen Sie sich im Praktikum selbst beschäftigen müssen. Hierbei ist es besonders wichtig, nicht gelangweilt zu wirken. Viel mehr können solche Zeitpunkte genutzt werden, um Interesse zu zeigen und anderen einmal über die Schulter zu schauen. Bei größeren Unternehmen bieten sich dafür vielfältige Gelegenheiten.

Aber zu allem JA zu sagen ist auch kein Weg

Ein Praktikum ist nicht dazu da, um zu allem JA zu sagen. Häufig nutzen die Firmen diesen Punkt, um den Praktikanten zu testen. Sagt er zu allem JA, oder aber kann er sich auch später für höhere Aufgaben bewähren?

Wer eine Aufgabe oder einen Ablauf nicht ganz genau verstanden hat, sollte Fragen. Das macht sogar dann Sinn, wenn alles Verstanden wurde! So kann der Praktikant noch einmal Interesse bekunden und zeigen, dass er sich auch wirklich einbringen möchte.

Bild: reynermedia/Flickr